UNESCO-Welterbe Donaulimes

Die Teilstätten des Donaulimes (westlicher Abschnitt) in Passau

Beinahe ein halbes Jahrtausend lang – vom 1. bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. – bildete die Donau von ihrem Oberlauf bis zur Mündung ins Schwarze Meer die Nordgrenze des Imperium Romanum.

Kontrolliert wurde diese gut 2.400 Kilometer lange „nasse“ Grenze von zahlreichen Militäranlagen, die wie die Perlen an einer Schnur entlang dem rechten Donauufer aufgereiht und durch eine Straße miteinander verbunden waren.

Um die größeren Kastelle bildeten sich zivile Siedlungen, von denen viele zu Keimzellen heute noch existierender Städte wurden.

Dieser „Donaulimes“ war nicht nur Grenze, sondern auch bedeutender Verkehrsweg und Kontaktzone zu den jenseitig lebenden „barbarischen“ Völkerschaften.

Der rund 600 Kilometer lange westliche Abschnitt des Donaulimes – von Bad Gögging (Landkreis Kelheim, Bayern) bis nach Iža (Bezirk Komárno, Slowakei) – wurde am 31. Juli 2021 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

In Passau befinden sich drei Teilstätten:

  • Die nicht mehr sichtbaren römischen Siedlungsspuren des 1. bis 5. Jahrhunderts unter dem ehemaligen Kloster Niedernburg,
  • das spätrömische Kastell Boiotro
  • sowie der ebenfalls aus der spätrömischen Zeit stammende Wachtposten (burgus) Haibach.